Elterngeld für Selbstständige – wann muss ich Elterngeld zurückzahlen?

 

Die wohl unangenehmste Frage rund um das Thema Elterngeld für Selbstständige ist die hinsichtlich einer möglichen Rückzahlung. Erhält man während des Bezugszeitraumes als Selbstständige zu viel Unterstützung oder kann – aufgrund veränderter Rahmenbedingungen – die Anforderungen bezüglich des Anrechts auf den Elterngeldbezugs nicht weiter erfüllen, muss man Geld zurückzahlen.

Doch welche Umstände können eine Rückzahlung notwendig machen? Darf man während der Elternzeit überhaupt etwas dazu verdienen? Oder muss man das Business, das man mir Herz, Schmerz, Schweiß und Tränen groß gezogen hat, in dieser Zeit vollkommen vernachlässigen? Was muss beachtet werden, damit man am Ende keiner unangenehmen Rückzahlung des Elterngeldes gegenübersteht?

Kinderwunsch bei Selbstständige

Nachträglich Geld zurückzuzahlen ist mehr als ärgerlich – dagegen hilft eine genaue Planung

,,Die Höhe des Elterngeldes wird bei Selbstständigen anhand des Monatsdurchschnittseinkommens des letzten Jahres berechnet. Grundsätzlich gilt, dass ihr einen Anspruch auf 65% dessen, mind. aber 300 € monatlich habt. Ihr müsst allerdings gewisse Rahmenbedingungen während der gesamten Zeit des Elterngeldbezugs erfüllen. Alle weiteren Infos dazu findet ihr hier.

Versäumt ihr eine davon einzuhalten, dann kann das zu einer Minderung des Elterngeldes führen und im Nachgang zu einer Rückzahlung des zu viel bezogenen Elterngeldes. Hier die Faktoren, die einen direkten Einfluss auf die Höhe des Elterngeldes für Selbstständige haben:

 

  • Arbeiten während der Elternzeit: Grundsätzlich dürft ihr während der Elternzeit arbeiten. Die erwirtschafteten Gewinne werden allerdings auf euren Elterngeldanspruch angerechnet. Dabei müsst ihr stets beachten, dass ihr nicht mehr als 30 Stunden die Woche während des Elterngeldbezuges arbeiten dürft. Da die Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit oftmals sehr schwanken, wird meist am Ende des Elterngeldbezuges noch einmal durchgerechnet, ob ihr möglicherweise zu viel Elterngeld bezogen habt.
  • Mutterschaftsgeld, das ihr von der Krankenkasse erhaltet, wird auf den Elterngeldanspruch angerechnet.
  • Es gilt das Zuflussprinzip. Das bedeutet: Zahlen eure Kunden während ihr in Elternzeit seid offene Rechnungen, dann führt auch das zu Abzügen beim Elterngeld. Dabei ist es vollkommen egal, ob ihr die Leistung bereits vor dem Elterngeldbezug erbracht habt oder sie tatsächlich in die Elternzeit fallen.
Kinderwunsch bei Selbstständige

TIPP: Rechnungen, die noch vor der Geburt fällig werden, unbedingt rechtzeitig stellen, damit eure Kunden ausreichend Zeit haben, sie zu überweisen. Hier gilt: je eher, desto besser. Wegen einer zu spät bezahlten Rechnung Abzüge beim Elterngeld in Kauf nehmen zu müssen, wäre doch mehr als ärgerlich.

Ansonsten kann ich euch nur Wärmsten empfehlen, nicht aus Angst vor einer möglichen Rückzahlung auf die Beantragung des Elterngeldes zu verzichten. Berücksichtigt einfach alle Faktoren, wägt ab und rechnet nach, was sich in eurem ganz individuellen Fall am Meisten lohnt.

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