Mutterschutz für Selbstständige – oder etwa doch nicht?

Ihr fragt euch sicher – „HÄH? Schreibt sie nicht immer und immer wieder Mutterschutz gibts nicht für Selbstständige?“
Ja! Dem ist ja auch so: Kein Mutterschutz für Selbstständige! Es ist eines dieser Themen, über die am meinsten Falschaussagen im Raum schweben.

Ich kann folgendes Phänomen beobachten: Sobald es bei einer frau um das Thema Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit geht, gibt sie plötzlich all ihre Kompetenzen ab. Ob das gewollt ist oder fremdgesteuert ist sicherlich individuell, aber es wird auf Ärzte gehört, auf Hebammen, auf Doulas, auf Steuerberater, auf offizielle Beratungsstellen, Ratgeber, Mama, Papa, Oma ….
Die Liste ist hier unendlich lang.
Man möchte sich zurücklegen, genießen, in Hormonen schwelgen und einfach mal nur Mutter werden bzw. sein. 

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Oft ist es erstmal ein Schock, wenn klar wird, dass für Selbstständige kein Mutterschutz besteht.

Warum ist das so? Ich glaube tief im Herzen wünschen sich die selbstständige Frauen denselben Schutz, den angestellte Frauen geniessen.
Denn das MUTTERSCHUTZGESETZ gilt ausschließlich für Angestellte – und es ist klar, was du von wem bekommst, es ist klar, wann du arbeiten aufhörst und in den Mutterschutz gehst, es ist klar wieviel Elterngeld du bekommst und Rückzahlungen sind gar kein Thema – denn wer wird schon im Elterngeldbezug in die Firma rennen?
Und das ganze auch noch im großen und ganzen vollkommen automatisch! 

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Als selbstständige Business-Frau ist das aber anders – und tut mir leid, wenn jetzt erstmal eine Blase platzt:
Du bekommst keinen Mutterschutz. 

Du bekommst keine Mutterschafts-Leistungen von der Krankenkasse.

Du weißt vorher nicht, wieviel Elterngeld du bekommst. Denn der Elterngeldbescheid ist VORLÄUFIG ausgestellt. Du kennst deine Elterngeldhöhe nicht, denn keiner kann dir das so genau sagen – und Elterngeldstellen sind nicht verpflichtet das für dich auszurechnen. 

Tja was tun? Diese Situation macht Angst und was ich dir jetzt sage, ist das wichtigste an der ganzen Sache: Es wird nichts automatisch passieren. Keiner wird dir die Verantwortung abnehmen.
Du bist auch als (werdende) Mutter weiterhin selbsständige Geschäftsfrau und musst auch als solche agieren.

Wenn nun jemand zu dir sagt: Also ich weiss, dass die Freundin der Mutter deren Tochter von Uschi trotz Selbstständigkeit MUTTERSCHUTZ bekommen hat, dann ist es an dir selbst, das zu hinterfragen. 

Fakt ist: Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es KEINEN MUTTERSCHUTZ FÜR SELBSTSTÄNDIGE (Ausnahmen können bei nebenberuflich Selbständigen sein – klar, die sind ja aber auch zum Teil angestellt! 😉 ). 

Das bedeutet für alle in der Kinderwunschphase: 

  • Sorg vor! 
  • Leg dir ein finanzielles Polster an
  • plane immer auch den Worst-Case ein – solltest du länger ausfallen in der Schwangerschaft
  • wenn du gesetzlich versichert bist: Befrage deine Krankenkasse nach ähnlichen Leistungen wie Mutterschaftsgeld. Manche Krankenkassen bieten hier rund um die Geburt einen Zusatztarif an, der ähnlich der Mutterschaftsleistungen in Form von Krankentagegeld einspringt
  • Sorg vor! 

Selbstverständlich ist der Umstand, dass es für Selbstständige keinen Mutterschutz gibt eine riesengroße Ungerechtigkeit.

Aktuell gibt es auf change. org hierzu sogar eine Petition – ab besten ihr unterschreibt gleich mit https://www.change.org/p/mutterschutzgesetz-f%C3%BCr-alle-frauen-bmjv-bund-bmfsfj

In diesem Sinne alles Liebe für euch!

xoxo
Steffi 

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